Ihre Adressen an der Vielzahl von Car-sharing Autos mittlerweile auch an einer Vielzahl von E-Rollern im Eingangsbereich leicht zu erkennen. Das klassische Startup gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Jede Unter-nehmensgründung erfolgt plötzlich und enthält entweder verblüffende Konzepte, Ideen oder Produkte. Leicht werden Ideen durch den neuen Gedanken des miteinander Teilens geboren, Zu unserem Internet der Dinge gibt es auch täglich neue Erkenntnisse die sich in einer Geschäftsidee niederschlagen kann. Selten gibt es greifbare Produkte wie den E-Roller, der in Berlin unentwegt benutzt wird und für mich eine wirklich zündende Idee ist. Wenn die Zahl der Scooter sich in anderen Städten breit macht, werden viele Benzingetriebene Zweiräder davon verdrängt werden. Allein die Tuning Möglichkeiten eines solchen Gefährts sind gerade für die Raser ein Eldorado.

 

            -Welche Kenntnisse haben wir derzeit ?

 

Was die Startups anders als andere etablierte Unternehmen machen ist mittlerweile auch Schwerpunkt von wissenschaftlichen Untersuchungen. Viele DAX Konzerne haben sich in die Szene eingekauft, bzw. kooperieren entweder mit „Gründerzentren“ oder stellen eigene Einrichtungen zur Verfügung, um eines fernen Tages an den Erfolgen beteiligt zu sein. Agilität ist das Schlagwort für ein Startup. Projekte werden viel mit Scrum gelöst es gibt diverse Arbeitsverträge und Arbeitsmöglichkeiten, Telearbeitsplätze, Vernetzungen in die Welt der Dinge, ein Sprachenbabylon runden unsere rudimentären Kenntnisse ab, nicht zu vergessen, die XXL –SOFA, der 120“ Bildschirm im Pausenraum, Snacks, Obst und Getränke sowie eine zum Teil hochprofessionelle Küche zur Selbstversorgung. Individuelle Ausstaffierung der Arbeitsplätze, Künstliche Lichtquellen, hochwertige Produkte aus Santa .... runden den ersten Eindruck beim Betreten der Arbeitsräume ab.

 

            -Warum funktionieren Startups?

 

Eines haben die Startups gemein, Sie benötigen finanzielle Mittel wie ein Junkie und haben somit einen gewaltigen Erfolgsdruck. Das sind nachvollziehbare Gründe, die auch auf Handwerker und andere Unternehmen in der Gründungsphase zutreffen. Sie besitzen meist von Anfang an einen Mitarbeiterstab, der sich aus zumeist jüngeren Hochschulabsolventen rekrutiert. Warum also funktionieren diese Gebilde so gut in vielen Fällen auch sehr erfolgreich? Zunächst sind alle unternehmerischen Handlungen bekannt und werden durch rechnergestützte Systeme abgebildet. Fast für jeden Handgriff gibt es ein Tool, welches die durchgeführten Abläufe auswertbar und auch skalierbar macht, dadurch werden Aktivitäten teilweise in Echtzeit bewertet und verändert.

Weiterhin erfolgen die Abläufe der Prozesse nach festgelegten Regeln, die jedenfalls in den qualifizierten Hochschulausbildungen gelehrt wurden. Diese Regeln entsprechen den Anforderungen der bekannten Norm DIN EN 9001. Somit sind viele dieser Unternehmen mit einem erfolgreichen und einem etwas älterem System ausgestattet. Das bietet nun zwei wesentliche Unterschiede zu etablierten Unternehmen:

 

           1.)Keine Berührungsängste mit den Normelementen.

            2.)Ableitung eines ständigen Verbesserungsprozesses.

 

Viele Firmeninhaber sind überrascht, wenn Sie erfahren, das Ihre Erkenntnisse schon mehr als 50 Jahre bekannt sind. Gleichzeitig fühlen Sie sich in Ihren Aktivitäten bestärkt und haben nun auch konkrete Anhaltspunkte für unternehmerisches Handeln.

 

 

            -Motivation der Mitarbeiter?

 

Was motiviert die Mitarbeiter in einem Startup Unternehmen? Neben den bekannten intrinsischen Beweggründen und der in Aussicht gestellten extrinsischen pekunären Belohnung, gibt es weitere Ursachen, die nicht intrinsisch verankert sind. Natürlich kann ins Feld geführt werden, das alle Unternehmensmitglieder einer Alterskohorte angehören, was aber auch nicht immer der Fall ist, Natürlich wollen sich Menschen einbringen und beweisen und Ihre erworbenen Fähigkeiten einbringen, aber das tun wir älteren auch.?!

Wo liegt der feine und nicht leicht zu identifizierende Unterschied? Auch ich habe jetzt ein halbes Jahr intensiv Startups beraten insbesondere deren Prozesslandschaft und das zusammenwirken der eingesetzten System und der davor sitzenden Menschen. Es ist mir nur durch Zufall gelungen und brauchte eigene Tests zur Bestätigung. Mit dem rudimentären Managementsystem nach 9001 und einer hohen Unterstützung von Softwareprodukten für 90% aller Prozesse, hat der einzelne Mitarbeiter keine unmittelbare Eingriffsmöglichkeit. Ebenso kann die Führungsmannschaft nicht stetig Prozesse und Software verändern, ohne den Ablauf zu stören und das erzielte Ergebnis zu beeinflussen. Was bedeutet das für beide Seiten der Medaille?

 

            -Wieso sind Mitarbeiter von Startups so motiviert?

 

Menschen lieben einfache und überschaubare Prozesse, So können Fehler rechtzeitig erkannt und beeinflusst werden. Ein Softwaretool macht solange denselben Fehler, bis eine Änderung in der Programmierung den Fehler eliminiert. Es erinnert stark an die Kompilierung von früheren Programmiersprachen. Das Programm erzeugt erst Ergebnisse, wenn alles richtig war im Code. Der Mitarbeiter kann also eine objektive Bewertung des fehlerhaften Codes durchführen. Er muss zwar nicht wissen, wo der Fehler steckt, aber er kann den Fehler eindeutig zuweisen. Das gibt Sicherheit, weil ausgeschlossen ist, das es ein persönlicher Fehler ist und er nicht durch andere persönliche Schuldzuweisung erfährt.

 

Die Führungsmannschaft hat den entsprechenden Code getestet und freigegeben und kann nun bei Fehleraufkommen das Gegenteil behaupten. Somit wird ein beliebig zu wiederholendes Gesellschaftsspiel „Wer war das“ ausgehebelt.

           

                    -Was hat das mit Managementsystemen zu tun?

 

Managementsysteme wenn Sie richtig eingesetzt werden verfolgen nur ein Ziel, nämlich die Arbeitsabfolge oder Transformation festzuschreiben und durch Unterstützung durch Checklisten oder Prüfungen im Ablauf ein sicheres Produkt zu erzeugen oder Fehler rechtzeitig zu erkennen und abzustellen.

Prozesse mit ungewissem Ausgang jedoch, lassen keine objektive Bewertung von außen zu. Prozesse, die keiner geregelten und transparenten Beschreibung, Visualisierung oder auch gemeinsamen Verständnis folgen unterliegen einem mehr oder minder zufälligem Ergebnis und einer zufälligen Bewertung bedingt durch Umwelteinflüsse, wie Stress und anderen Faktoren. Dem jeweiligen verantwortlichen Mitarbeiter, ist es nicht möglich aus dem zufälligen Ergebnis und der daraus resultierenden zufälligen Entscheidung keine Konsequenz für die zukünftige gleichlautende wiederholbare Transformation ableiten und verharrt dadurch in der Feststellung von Ergebnissen. Für eine Entscheidung wartet er auf den Entscheidungsträger....

 

Klare Abläufe; Klare und transparente Verantwortung; Klare und objektive Bewertungen von Ergebnissen benötigen wir zur Stärkung unseres Wissens um die Dinge, als Bestätigung unserer Leistung und führen damit zur Übernahme von Verantwortung und Motivation.

 

 

 

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