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Taylor (Scientific_Management) kam zu dem Schluss, dass zwischen Arbeitern und Management ein Machtkampf herrsche und dass dieser Kampf von den Arbeitern gewonnen würde, solange nur sie die Arbeit kennen und beherrschen und dem Management nicht bekannt sei, was die tatsächlich erreichbare Arbeitsleistung ist. Taylor war von der Unsinnigkeit eines solchen Machtkampfes überzeugt und postulierte, dass die Erbringung der maximal möglichen Tagesleistung durch einen Arbeiter nicht nur im konvergenten Interesse der beiden Parteien ist, sondern sogar der ganzen Gesellschaft.

Daraus ergeben sich natürlich Forderungen die jeden Gewerkschafter sofort auf die Barrikaden bringt:

Wir arbeiten heute noch mit einer klassischen Arbeitsvorbereitung, die jeden Schritt des ausführenden Mitarbeiters plant und somit wesentlichen Teil an dessen Alltag bestimmt. Derjenige, der die Arbeit jeweils am besten ausführen kann bekommt die Aufsicht, damit er zweifelsfrei allen anderen zeigen kann wie es schneller geht.

Der Arbeiter soll den Hammer schwingen und dabei nicht denken, nur die jenigen die eine Arbeit am besten ausführen können sollten den Arbeitsplatz zugewiesen bekommen. Wer also nicht alles sofort begreift wird nie sein Leben frei gestalten können.

Was das QM natürlich freut und sich in den moderen Systemen SIX Sigma, Toyota und anderen wiederfindet ist die Standartisierung auf höchstem und fehlerfreien Niveau, an dem der Arbeiter letzlich nur einen gewissen Anteil hat. 

Taylor ist der Wegbereiter des modernen REFA Gedanken, der allein den Akkord vor Augen hat. Gleichzeit ist dei einzige Motivation die Entlohnung, die bei heutigen Steuergesetzgebung demjenigen der sich ins Zeug legt keinen Vorteil verschafft. Gesundheitlich ist es auch bedenklich  und daher nachvollziehbar, das in einer solchen Arbeitswelt die älteren und erfahrenen Mitarbeiter auf Grund der angenommen niedrigeren  Leistung eher aussortiert werden. Warum dann der Eintritt in die Rente weiter ansteigt ist nicht unmittelbar nachvollziehbar.

die Umsetzung der Taylorschen Ideen erfolgt weitestgehend durch Unternehmensberater, welche natürlich alle Arbeitsabläufe bestens kennen und durch Ihre Erfahrung jedem Unternehmen die Standartisierung nahebringen, die langsameren Arbeitskräfte identifizieren und die Leistungskennzahlen fest im Blick haben. 

Mittleweile haben sich folgende Impulse aus der historichen Entwicklung seit Taylor ergeben

  1. Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ist es notwendig, kontinuierlich an der Senkung der Stückkosten zu arbeiten.
  2. Unternehmensleitung und Mitarbeiter bilden eine Interessengemeinschaft.
  3. Das Verbessern von Arbeitsverfahren gehört zu den Kernaufgaben des Managements.
  4. Das mittlere Management bildet das Rückgrat eines funktionierenden Unternehmens.
  5. Arbeiter und Management sind auf kooperative Zusammenarbeit angewiesen.

Eine sehr moderne Ansicht nicht wahr? Womöglich ist ein gut Teil der erfolgreichen Unternehmen mit diesen Postulaten unterwegs. Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus?

 

 

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